LiLi - Living Literature!

 
 

Projektberichte und Fotos

Hier können Sie Einblicke zu den bisher stattgefundenen Workshops gewinnen:

  • Im September und Oktober durften wir wieder die Willy-Brandt-Teamschule besuchen. Schülerinnen und Schüler einer 8. Klasse beschäftigten sich intensiv mit den Lebensgeschichten von Kindern und Jugendlichen, die die Welt verändert haben. Grundlage war das Buch "Power Kids" von Stella Caldwell aus dem Verlag ars Edition. Entstanden sind wunderbare Kurzfilme, in denen die Jugendlichen eine Person aus dem Buch vorstellen und erzählen, warum gerade diese sie fasziniert.
  • Bevor alle Berliner Schulen geschlossen wurden, war LiLi mit dem Buch "Carlotta, Henri und das Leben. Mama ist offline und nix geht mehr" zu Gast in der 6a der Andersen Grundschule. Gleich zum Auftakt las Marion Goedelt, die die wunderbaren Illustrationen zeichnete, den Anfang der Geschichte. Wir durften sogar ihre Original-Zeichnungen anfassen! Erste Bilder finden sich in der Fotocollage.
  • In der ersten Diashow sehen Sie Bilder aus den Projektwochen zu "Die drei ???". Höhepunkt waren die beiden Lesungen von Boris Pfeiffer, in denen der Autor lebendig und anschaulich eine Geschichte vortrug und erzählte, um im Anschluss die zahlreichen Fragen der Zuhörer*innen zu beantworten.
  • Die zweite Diashow zeigt Bilder vom Projekt der Klasse 7/8 der Willy-Brandt-Teamschule zur Graphic Novel Wie ein leeres Blatt von Pénélope Bagieu.
  • In der Fotocollage sind Eindrücke vom Workshop Sprichwörtliches Erzählen mit Kindern der Klassen 4-6 der Andersen Grundschule festgehalten. Im Projektbericht können Sie nachlesen, was im Detail passiert ist.

 

 


Projektbericht: Lesetag an der Andersen Grundschule

Wie sind eigentlich Sprichwörter entstanden? Kinder der Andersen-Grundschule erfinden eigene Geschichten

Am 9. Dezember fand für Schülerinnen und Schüler der 4. bis 6. Klassen der Andersen-Grundschule im Berliner Stadtteil Wedding ein Lesetag statt. Die Kinder konnten zwischen vielen verschiedenen Angeboten wählen – eines hatten alle gemeinsam: das Lesen stand im Mittelpunkt.

Auch „ LiLi – Living Literature!“, das Projekt der Bibliothek am Luisenbad, war dabei. Zwei Literaturpädagoginnen brachten den Kindern das Buch „Da haben wir den Salat. In 80 Sprichwörtern um die Welt“ von Rolf-Bernhard Essig, illustriert von Regina Kehn, erschienen 2019 im Hanser-Verlag, mit. Darin sind Geschichten aus vielen unterschiedlichen Ländern versammelt, die erzählen, wie ein im Land typisches Sprichwort entstanden ist (oder sein könnte).

Das Projekt begann mit einem Spiel: Teile von bekannten Sprichwörtern waren auf Zetteln im Raum verteilt und mussten von zwei Teams richtig zusammengesetzt werden: Aller Anfang – ist schwer / Der Klügere – gibt nach / In der Ruhe – liegt die     Kraft / Besser spät – als nie etc.

Nach dem Vergleichen der gefundenen Ergebnisse (manche Sprichwörter waren wirklich schwierig, z.B. Morgenstund hat Gold im Mund oder Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch), kamen wir im Stuhlkreis sitzend zur Frage, was Sprichwörter eigentlich sind und wie sie entstanden sein könnten. Ein Beispiel aus dem Buch wurde vorgelesen. In Malaysia heißt es: Gehe nicht zum Affen, wenn Du Gerechtigkeit suchst. In der Geschichte streiten sich zwei Bauern um Bananen, der Affe wird als Streitschlichter herbeigerufen – wie das wohl ausgeht?

Nachdem die Kinder das Beispiel gehört hatten, wurden ihnen vier Sprichwörter aus unterschiedlichen Teilen der Welt vorgestellt. Diese hingen auf großen Zetteln in den vier Ecken des Raumes:

1.      Komm mit Wasser zum Wasser, es ist weiser (arabisches Sprichwort),

2.      Das Werkzeug tut die Arbeit, der Mensch gibt an (Türkei),

3.      Der Ziegenbock lehnt es ab, bei der Hyäne zu wohnen (Nigeria),

4.      Houston, wir haben ein Problem (USA).

Die Kinder stellten sich zu dem Sprichwort, zu welchem sie am Liebsten eine Geschichte erfinden wollten. So bildeten sich bunt gemischte Gruppen über die Klassenstufen hinweg. Zur Unterstützung gab es für jede Gruppe einen Geschichtenfächer, der helfen sollte, eine gut strukturierte Geschichte zu schreiben. Außerdem konnten die Kinder aus einem Lesekoffer Gegenstände wählen, die sie in die Geschichte einbinden wollten.

Die Zeit für das Ausdenken und Ausschmücken der Geschichten war leider viel zu kurz: Die Kinder hätten gern noch länger gesponnen. Es wartete nämlich noch eine Überraschung: Die Geschichten wurden gemeinsam in E-Books eingesprochen. Dafür wurden die bibliothekseigenen IPads zur Verfügung gestellt und die App Book Creator genutzt. Jedes Mini-Buch besteht aus einer Titelseite, der Geschichte und den Namen der Autorinnen und Autoren. Manchmal wurden sogar noch Fotos der Gegenstände oder ein selbst gemaltes Bild eingefügt.

Es klingelte viel zu früh zur nächsten Projektrunde. Wir hätten gern noch alle Geschichten gemeinsam gehört – dies könnt Ihr/können Sie nun auf der Website des Projektes und bald auch der Website der Schule nachholen! Dort finden sich auch die erstellten E-Books. Und wen die Originalgeschichten interessieren: Das Buch kann in vielen Bibliotheken in Berlin ausgeliehen werden.

 
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